Achte Generation · Das Erbe in ihren Händen
吴华侠Wu Huaxia
Hüterin der shaomai-Kunst von 都一处 — die Hände hinter den vierundzwanzig Falten.
Ein Rezept, das seit fast drei Jahrhunderten bewahrt wird, ruht nicht in einem Gebäude. Es ruht in einem Paar Hände – und in jeder Generation gehören diese Hände einem einzigen Menschen.
Heute gehören diese Hände 吴华侠. Als Hüterin der achten Generation des Duyichu-shaomai rollt sie noch jeden Morgen den gebrühten Teig aus, säumt seinen Rand mit dem 走槌 und legt ihn in vierundzwanzig Falten — eine für jeden der vierundzwanzig Sonnenabschnitte des Jahres — die einen 都一处-shaomai seit 1738 ausmachen. Was der Qianlong-Kaiser an einem Silvesterabend im Jahr 1752 kostete, ist, Falte um Falte, was sie heute formt.
Für die Weitergabe dieses Handwerks wurde sie zur Abgeordneten des Nationalen Volkskongresses gewählt und zur nationalen Modellarbeiterin ernannt, und sie trägt den nationalen Goldenen-Dreifuß-Preis der chinesischen Backkunst. 2008 wurde die von ihr bewahrte Technik in Chinas Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen — ein Rezept, zum Erbe einer Nation geworden und in ihre Hände gelegt.
Sie lehrt es auf die einzige Weise, wie es sich lehren lässt: von Meisterin zu Lehrling, Hand über Hand, an der Werkbank des Hauses in Qianmen — damit an dem Tag, an dem diese Hände es niederlegen, ein anderes Paar die vierundzwanzig Falten längst auswendig kennt.
Auszeichnungen
- 第八代Erbin des Handwerks in der achten Generation
- 全国人大代表Abgeordnete des Nationalen Volkskongresses
- 金鼎奖Goldener-Dreifuß-Preis für chinesisches Feingebäck
- 国家级非遗 · 2008Nationales immaterielles Kulturerbe